QUALITÄTSZERTIFIZIERUNG

Es obliegt den SOA, den für die Ausführung öffentlicher Arbeiten qualifizierten Subjekten die Existenz der Zertifizierung des Qualitätssicherungssystems nach der europäischen Norm UNI EN ISO 9001 und den geltenden nationalen Vorschriften zu bescheinigen, die von den nach der europäischen Norm UNI CEI EN 17020 akkreditierten Subjekten ausgestellt wird; diese Zertifizierung muss den Anforderungen des Dokuments SINCERT RT-05 für den Bereich EA 28 entsprechen.

Gemäß Art. 63, Abs. 1, des Präsidialerlasses 207/2010 ist diese Zertifizierung für höhere Bescheinigungsklassifizierungen als II obligatorisch.


1) Die Inhalte von Qualitätszertifikaten

Die Aufsichtsbehörde für Öffentliche Bauarbeiten hat mit der Bestimmung Nr. 11 vom 14. Mai 2003 folgendes festgelegt:

1. die Qualitätszertifizierung, die von einer von ACCREDIA akkreditierten Stelle im Bereich EA 28 ausgestellt wird, muss in Übereinstimmung mit den Anforderungen der SINCERT RT-05 (Rev. 05 vom 13. Mai 2002 ff.) mit Begriffen wie „Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2000 bewertet nach den Anforderungen von SINCERT RT-05“ oder anderen gleichwertigen Formulierungen oder Lösungen und mit folgendem Wortlaut: „Diese Zertifizierung bezieht sich auf die Führungsaspekte des Unternehmens als Ganzes und kann für die Qualifizierung von Bauunternehmen [...] verwendet werden“;

2. Vereinbarung/Vertrag, der mit der Akkreditierten Bewertungsstelle oder der Akkreditierungsstelle, die nicht ACCREDIA ist, oder sogar direkt von ACCREDIA im Rahmen einer Absichtserklärung zwischen ACCREDIA und der Akkreditierungsstelle abgeschlossen wird.

2) Konventionelle vorteilhafte Erhöhung

Die Qualitätszertifizierung ermöglicht es, zum Zeitpunkt der Ausstellung der Bescheinigung und unter Einhaltung bestimmter zusätzlicher Anforderungen den Bonusmechanismus der konventionellen Bonuserhöhung (Art. 80 Präsidialerlass 207/2010) und zum Zeitpunkt der Ausschreibung die folgenden Vorteile zu erhalten (Art. 8, Abs. 11-quater, Gesetz 109/94):

1. 50% Ermäßigung der „provisorischen“ Sicherheit und der Bürgschaft im Vergabefall;

2. eine höhere Bewertung bei der Vergabe von Aufträgen, die auf der Grundlage des wirtschaftlich günstigsten Angebots vergeben werden.